Im Bankhaus Lampe in Düsseldorf wurden kürzlich wertvolle Gemälde gestohlen. Ursprünglich wurde der Schaden mit 300.000 Euro angegeben, später hieß es, er belaufe sich auf drei Millionen Euro. Im Zusammenhang mit diesem Fall wird ab dem 08. Juli 2010 das Amtsgericht im Saal 1.108 ab 13 Uhr verhandeln. Angeklagt wird ein Verdächtiger, der schon mehrfach in ähnlichen Fällen einen Betrug zu verüben versuchte.
Dabei gab er sich nach einem Kunstraub als Informant aus. Einem Bekannten seien die Bilder zum Kauf angeboten, er würde gerne den Kontakt vermitteln, um die Kunstwerke zurück kaufen zu können. Dafür benötige er allerdings eine kleine Provision, im Falle des Bankhauses wollte er 10.000 Euro haben. Als Ersatz für seine Spesen sollten 1.000 Euro im Voraus überwiesen werden. Die Überweisung übernahm die Detektei, die in diesem Fall im Auftrag des Bankhauses und dessen Versicherung bereits ermittelte. An eine französische Adresse wurde das Geld verschickt und so hatte auch die Justiz keine Probleme, den 43-Jährigen ausfindig zu machen.
Er hat ein langes Vorstrafenregister, mit mehr als 14 Vorstrafen dürfte er also nicht mehr so leicht davon kommen. Schon mehrfach hatte der Schlosser sich bei einem Kunstraub als Informant mit Insider-Informationen ausgegeben und so versucht, von dem Diebstahl zu profitieren. Dabei hatte er damit nie etwas zu tun. Nun wird er erneut vor Gericht gestellt werden, was nicht zuletzt dem umsichtigen Handeln der Detektei zu verdanken ist. Dennoch ist der Kunstraub im Bankhaus Lampe bis dato nicht aufgeklärt, was wohl auch daran liegt, dass jegliche Spuren eines gewaltsamen Eindringens fehlten.
